Wachstum & Moral.

Habt ihr im Biologieunterricht das Experiment mit der Bohne gemacht, die man auf einen nassen Wattebausch legt? Es kann auch Heimat- oder Sachkunde gewesen sein. Jeden Tag um etwa dieselbe Zeit besucht man Bausch und Bohne, um zu sehen, was zwischenzeitlich passiert ist. Weil die meisten Kinder für das, was da passiert, nicht die rechten Worte finden, sind sie vom Lehrpersonal angehalten, die Entwicklung der Bohne zu zeichnen. Erst liegt sie da bloß rum, langweilig, krumpelig und oll. Man blickt so drauf und denkt sich: Das ist ´ne Bohne, die machen nicht viel. Klammheimlich saugt die Bohne das Wasser auf. Glatt und weich wird ihre äußere Hülle, gespannt, als wolle sie gleich platzen. Das will sie auch, pass auf! das macht sie gleich. Heraus drängelt sich ein blasser Keim, der die Bohne in zwei Hälften teilt und auseinander drückt. In die eine Richtung wachsen Wurzeln, wir wollen das kurzerhand unten nennen. In die andere Richtung, hin zum Licht, wächst der Keim sich zu einem Stengel aus, an dem die ersten beiden Blätter entstehen.

Ich habe nicht mit Bohnen experimentiert, sondern Kohlrabi, Thymian, Erdbeeren und Physalis gesät. Statt der Watte habe ich mich für Pflanzerde entschieden. Die armen Pflanzen sollen ja nicht denken, bei mir gäb´s nichts zu essen. Ich habe sie fast zwei Wochen lang einfach machen lassen und ihnen dabei zugesehen. Sie haben es alle geschafft! Heute habe ich den Kohlrabi in kleine Papiertöpfe umgesetzt.

Wachstum, Alter! Wachstum fetzt.

Ein Gedanke zu „Wachstum & Moral.

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