Wieder was gelernt: Saatgutvermehrung.

Ich weiss jetzt, was zwischen mir und ökologischer Landwirtschaft steht: Die Abwesenheit von Zeit. Ich habe von nahezu allen Blütenständen Samenkapseln abgenommen. Die standen dann kopfüber in verschiedenen Behältnissen überall rum. Seit Juni ungefähr. Ein Strauß vertrockneter Bartnelken, der mit den Blüten nach unten in einem Kochtopf steht, sieht gar nicht mal so schön aus. Der stört auch durch einfaches Blödrumstehen. Ja klar, der Kram muss trocknen. Aber doch nicht monatelang! Als Anfang September das liebe Kind krank war, hatte ich überraschend Zeit für unsinnige Tätigkeiten wie Papier schneiden, anmalen, kleben. Hab ich gemacht. Und eingetütet, was einzutüten ging. Ringelblume, Mohn, Lupine, Bartnelke, Koriander, Hornveilchen. Ich bin gespannt, ob das funktioniert. Versuch macht kluch.

2 Gedanken zu „Wieder was gelernt: Saatgutvermehrung.

  1. Berlingärtnerin

    Netter Text, Steffi. Und furchtbare Arbeit. Ich habe das pingelige Aufbewahren von Saatgut aufgegeben. Kein Bock. Ich lasse von fast allem zumindest ein paar Triebe ausreifen und verstreue das Saatgut an Ort und Stelle. Anders würde es die Pflanze ja auch nicht machen ;)
    Was dann von den Samen kein Bock hat, hat meine raren Quadratmeter auch gar nicht verdient.
    Liebe Grüße!
    P. S. Habe dein Blog über Nadine, eine Kollegin von Simone, gefunden.

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  2. Steffi Beitragsautor

    Ja, bei einigen Pflanzen halte ich das genauso. Oder richtiger: Das macht das Zeug von selbst, ich hindere es nicht. Meine Vergissmeinnicht und auch die Kapuzinerkresse vermehren sich deshalb unkontrolliert und an überraschenden Stellen. Bei ein paar Pflanzen besteht das eher doofe Problem, dass ich die Pflanzen nicht gut genug kenne, um schon an den ganz kleinen zu sehen, was die mal werden wollen. Ist mir mit den Sonnenblumen so gegangen, die ich … naja … ausgerissen hab. Versehentlich. Da hilft halt nur an unkrautfreier Stelle aussäen, Schildchen hin und darauf achten, wie das aussieht, was da wächst. Wenn ich die Bartnelke auch ohne Blüten erkenne, brauche ich auch nichts mehr eintüten :) Das zweite, für das ich die Tütennummer doch mal ziehe: Wenn ich in den Gärten anderer Menschen was besonders Schönes sehe. Da frag ich durchaus, ob ich mal so´ne abgeblühte Studentenblume mitnehmen kann. Als grundsätzliche Methode der Gartenbegrünung ist es mir aber genau wie Dir zu umständlich.

    PS Ich bin nicht sicher, ob ich Nadine kenne, aber an Simone ganz herzliche Grüße! Ich fürchte, ich hab noch immer ihr eines Gartenbuch.

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