Das große Aufräumen.

Irgendwann, ich war grad nicht da, ist die Zuccini einfach über alles drüber gewachsen. Ich mag Zuccini, ich hab sie gelassen. Die blüht immer noch, ich ernte weiterhin. Wir kommen gut miteinander aus. Eintopf, Auflauf, mit Möhrenstreifen an Spagetti oder gefüllt – ich hab immer noch mehr Ideen als Zuccini.

Bloß um die Zuccini herum war ein bißchen der Sonntag raus. Welk hingen die Kartoffelstrünke, der Lavendel abgeblüht. Vereinzelte Möhrchen tummelten sich bei den Erdbeeren, die im übrigen das erstaunlichste aller Unkrautvernichtungsmittel sind. Zwischen zwei Erdbeeren passt genau: nichts. Sie haben Anker um Anker ausgeworfen, Schnur um Schnur gezogen, alles umrankt und damit selbst den Giersch erlegt. Ich begrüße das sehr. Die Himbeeren haben sich unterdessen selbständig gemacht und gehen eigener Wege. Ich weiß nicht genau, wie sie das machen, aber ich finde dauernd neue Triebe. Noch schimpfen die Nachbarn aber nicht, ich lasse den Himbeeren ihren Lauf.

Heute war der Tag, an dem ich aus dem ganzen Krempel wieder Beete gemacht habe. Mit geraden Kanten, ohne Strünke, ohne Erdbeerteppich. Junge Erdbeeren in ein neues Beet, alte Erdbeeren raus. Kartoffeln ernten. Ich weiß jetzt, warum Bamberger Hörnchen niemals in die industrielle Produktion geraten werden. Sellerie ernten. Eine der zugleich schönsten und häßlichsten Pflanzen. Rindenmulch in die Ecke mit den Heidelbeeren. Ganz zum Schluss die Herbstaussaat. Feldsalat. Und ein bißchen Kresse, falls es noch ein paar Tage warm bleibt.

Der Mangold bleibt noch, ein paar Kräuter auch. Die Äpfel müssen gepflückt werden. An einem anderen Tag.

Ein Gedanke zu „Das große Aufräumen.

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