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Tulpenwettstreit!

Ich vergrabe im Herbst Tulpenzwiebeln, gemischte Ware, und warte dann ewig, wo welche Farbe zu liegen gekommen ist. Alle meine Nachbarn haben längst Tulpen, ich habe grüne Stiele, grüne Blätter, grüne Knospen. Aber dann, wenn alle Nachbarstulpen ausgeblüht sind, wenn die Sonne endlich hoch genug übers Haus in meinen Garten hinein reicht, dann schlägt die Stunde meiner Tulpen. Heute sind sieben verschiedene fertig geworden. Auf einen Streich, jaja. Manche sind noch Überraschungsknallbonbons, aber ich sehe doch, was es werden will. Los, zeigt ihr mal eure! 

GR 020 – Spezial: Gartenarbeitsschule Pankow

Die Spezialfolge 20 habe ich wieder einmal gemeinsam mit Angelika Gersdorff, Leiterin der Gartenarbeitsschule Pankow aufgenommen. Dieses Mal hatte ich Fragen aus der Hörerschaft dabei: Wie geht das mit den Tulpen, und was genau ist das, was da in meinem Garten wächst? (Vielen Dank, liebe Andrea, auch und insbesondere für das Zierlauch-Foto!) Wer von euch Gartenfragen hat, möge sie gern hier in den Kommentaren hinterlassen oder per Mail an mich schicken. Ich nehm´ sie zur nächsten Spezialfolge mit!

Lauch
Foto: @AndreaKle

Jetzt aber zu den Shownotes:

TulpenKompost aus Gartenabfällen – Schneckenschutz – Pflanzen abhärten – Spanische WegschneckeSchneckenkorn vs. Weinberg– und GartenschnirkenschneckeTagetes – Kartoffelsorten: Adretta und Queen AnneKartoffeldruckSchulumweltzentrum MitteSprossknollenSchule an der HeideFreiwilliges Ökologisches JahrGemeinschaftsgärtenZierlauch

[shownotes]

Schwärmerei und Berauschung.

Im Herbst lässt die grüne Üppigkeit des Gartens nach. Die Frage, ob gemäht werden müsste, wird immer häufiger und fast bedauernd mit nein beantwortet wird. Der Garten macht nicht mehr viel und will nichts mehr, nur seine Ruhe. Das meiste ist geerntet. Schnecken und Unkräuter ziehen sich zurück. Wir stellen die Stühle rein und räumen auf. Die Party ist vorbei.

Gegen Herbstkater hilft der Gedanke an den Frühling, der kommt. Ich erinnere mich, im September oder Oktober diesen einen Katalog durchgeblättert zu haben. Frühblüher, manche mit Fotos, andere nur beschrieben. Narzissen, Krokusse, Schneeglöckchen, Tulpen. Vor lauter Herbst habe ich von allem etwas gekauft. Vor lauter Herbst gab es dafür ausreichend Platz im Garten.

Sehr planvoll habe ich meine Blumenzwiebeln überall verteilt und mit aussortierten Esslöffeln ihre Standorte markiert. Dann kam, wie es sich gehört, der Winter. Die Farbe, die ich zum Esslöffelbeschriften verwendet hatte, war hoffentlich umweltverträglich, jedoch nicht winterfest: Sie blätterte ab. Im Januar konnte ich zwar erkennen, dass überall dort, wo ein Esslöffel im Boden stak, ein Frühblüher wachsen sollte. Das ist nützlich, wenn man bemüht ist, auf etwas Unsichtbares nicht zu treten. Nicht mehr nachvollziehbar war allerdings, was genau dort wachsen sollte und welche Farbe das haben würde.

Seit ungefähr zwei Tage sind alle Tulpensorten aufgeblüht. Ich könnt´ die ganze Zeit auf der Gartenbank daneben sitzen und mich an den Farben besaufen!

Rot gewinnt.

Meine Spezialtulpen aus´m Katalog sind etwas prinzessinnenhaft und halten die Blüten geschlossen. Die gewöhnliche rote Tulpe der vorherigen Besitzer des Gartens hingegen blüht als gäb´s kein Morgen.

Die Allerschönste.

Die Tulpen, die ich im Herbst gesetzt habe, fangen in diesen Tagen an zu blühen. Weil ich selber nicht genau sagen, was für Zwiebeln ich da so alles vergraben hatte, gehe ich ungefähr jeden Tag nachsehen, ob schon eine fertig ist. Aktuell sieht es danach aus, als würde schwarzlila das Rennen machen, aber zwei verschiedene roten Tulpensorten sind auch nah dran. Was da sonst noch hinterher kommt: Völlig unabsehbar. Aber ich mag ja Überraschungen. Die allerschönste Überraschung: Die verloren geglaubte Pfingstrose hat neue Blätter und will wohl doch länger bleiben. Außerdem ist der rotstielige Mangold aufgegangen, die Erdbeeren haben Blütenansätze, der Rhabarber entfaltet sich Blatt für Blatt und der Bärlauch blüht.