Ja doch, ich weiß ja, dass es „quittegelb“ heißt. Aber hier, meine Quitte blüht, und zwar rosa, und davon ziemlich viel. Die Blätter sehen so pelzig aus wie später die Früchte.
Ja doch, ich weiß ja, dass es „quittegelb“ heißt. Aber hier, meine Quitte blüht, und zwar rosa, und davon ziemlich viel. Die Blätter sehen so pelzig aus wie später die Früchte.
Neun verschiedene Tulpensorten blühen in meinem Garten, und ich liebe sie sehr.
Im letzten Jahr war es nur eine einzige, dieses Jahr ist die Ungarische Beste so voll, dass ich nicht weiß, wie die das alles tragen will. Sieht ja jetzt schon aus wie ’ne Mutti mit Wochenendeinkauf!
Egal, was ich euch erzähle. Dieser Tag im Frühjahr, an dem ich die neuen Pflanzen kaufe, ihnen Plätze im Garten finde, sie eingrabe und hoffnungsvoll begieße – das ist der beste von allen. Nie wieder gehe ich später im Jahr mit einem Körbchen voller Hoffnung und Kohlsetzlingen durch´s viel zu lange nicht gemähte Gras und überlege, wo wohl das drölfte Basilikum nun auch noch hin soll und was mich veranlasst hat, Staticien zu kaufen. (Der Name!) Die meisten Platzprobleme lösen am Ende die Schnecken, und deshalb macht es gar nichts, dass am Anfang von allem etwas mehr da ist. Und doch ruht Zuversicht auf jeder einzelnen Pflanze. Ich möchte, dass sie in meinem Garten groß wird.
PS. Wer sich genau wie ich beim Pflanzenkauf nicht beherrschen kann und jetzt Spitzkohl, Fenchel, Brokkoli und Eisbergsalat aufziehen muss, hat eventuell auch Freude an den Fotos meiner allerliebsten Pflanzenverkaufsstelle in Pankow.
Ich werde mich den Rest des Monats der Tulpenfotografie widmen. Dauernd blüht da eine neue Sorte auf, und ich bin ganz hingerissen von den Möglichkeiten, die Tulpen so haben. Geflammt, gezackt, gefiedert, gefüllt, ungefüllt, langstielig, gedrungen, einfarbig, mehrfarbig und auf dem kompletten Farbspektrum zwischen weiß und schwarz. Selbst meine überaus spektakuläre Schachbrettblume sieht daneben geradezu gewöhnlich aus. Beste Überraschung im April: Die Kuhschelle hat sich in die neue Saison herüber gerettet! Außerdem blüht die nagelneue kleine Schattenmorelle.
Die ersten beiden Tulpen blühen, eine rote und eine weiße. Ich war fest überzeugt, ich hätte orange geflammte, schwarze und hellrosa Tulpenzwiebeln gesetzt, aber was weiß ich schon?
Im Herbst habe ich eine Schachbrettblume gepflanzt. Über den Winter hat sie sich in die Erde zurückgezogen. Ein Schild stand als Platzhalter da. Die wird nichts, dachte ich. Die hat’s nicht geschafft. Vor ein paar Wochen fiel mir Blattgrün auf, das wie Zwiebellauch aussah. Vielleicht hatte ich eine Zwiebel vergessen. Kommt vor. Dann bekam der Lauch Blüten. Immer noch normal. Nur müssten die kugelrund sein, wie Zwiebeln eben. Mein Schnittlauch hatte Glockenblüten. Karierte sogar. Oh. Klar. Da war was. Ein Platzhalterschild. Meine Schachbrettblume! Ich freu mich bis an den Rand der Albernheit. Die ganze Zeit schon.
Lieber als alle Blumen der Welt sind mir Kirschblüten. Die gelbe Glaskirsche ist nie schöner als jetzt. Ich verstehe inzwischen , warum wir die im Biologieunterricht angesehen haben. Alles, was es über Blüten zu wissen gibt, kann man an Kirschblüten lernen.
Dünengras. Denn dahinter ist das Meer.
Der Kronsohn sagt, er will eine Sauerkirsche. Er meint damit einen ganzen Baum voller Sauerkirschen. Ich soll den pflanzen, sagt er. Kein Platz ist für ihn kein valides Argument. Platz kann man machen. Mach halt Platz, Mama! Räum mal auf. Sag ich ihm ja auch immer. Wir haben beide Recht. Wächst die Kirsche gut an, muss der restliche Flieder weichen.