Über die Jahre wird man seinem Garten immer ähnlicher. Während mein Garten ein Experimentierfeld ist, ein bißchen hiervon, ein bißchen davon, und alle Wege krumm, ist der der Garten meiner Mutter schön aufgeräumt. Die Beete sind ordentlich eingefasst, kein Unkraut traut sich raus. Viel weniger Pflanzensorten haben viel mehr Platz, und es tut ihnen gut. Was hier wächst, wird groß und stark. An manchen Stellen ist es mehr Feld als Garten. Mein Garten bereichert den Tisch, Mamas Garten ernährt.
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Hühnerhof.
Die mit den hübschen Mustern sind Wyandotten, habe ich gelernt. Manche lassen sich von ruhiger Hand streicheln. Das liebe Kind durfte füttern helfen und hat zwei Federn mit nach Hause gebracht.
Frühlingsgarten und Frühlingsfensterbrett.
Die Schneeglöckchen sind schon verblüht, die meisten Krokusse auch. Die kleinen Osterglocken stehen dafür büschelweise und quietschegelb in allen Gärten, Blausterne leuchten, und die Weidenkätzchen treiben die Allergiker in den Wahnsinn. Ich kann zusehen, wie sich die Blätter an den Bäumen entfalten. Noch sind sie ganz klein und knittrig. Die Aprikose ist dicht mit dunkelrosa Blütenknospen übersät, die beim nächsten Sonnenschein explosionsartig aufbrechen. Der Lorbeer scheint gut über den Winter gekommen zu sein. Auf meinen Fensterbrettern ist beinahe alles aufgegangen. Die Kürbisse sind so groß, dass sie eigentlich raus müssten. Selbst die Lupine – Saatgut aus eigenem Bestand – bequemt sich ganz sachte mal ein Keimblatt rauskucken zu lassen.
- Kürbis
- Cosmea, orange
- Lupine
- Studentenblumen
- Radieschen
- Weidenkätzchen
- Weidenkätzchen
- Weidenkätzchen
- Weidenkätzchen
- Birne
- Scilla / Blaustern
- Aprikose
- Süßkirsche
- Johannisbeere
- Johannisbeere
- Lilie
- Krokus
- Lorbeer
- Bärlauch
- Heidelbeere
- Tulpe
- Geißblatt
- Bartnelke
- Rose, weiß
- Johannisbeere
- Primel
- Osterglocke
- Stockrose
- Mahonie
- Apfel
Variantenreich.
Ich kann mich gar nicht satt sehen!
Endlich Essen!
Eine zweite Lilienfarbe hat sich im Garten breit gemacht, noch mehr Krokusse in allerhand Farben, und endlich öffnen sich die Blütenknospen der Osterglocken! Das allerbeste aber ist, dass endlich wieder Essen wächst. Im Herbst hatte ich Bärlauch gesät. Der ist tatsächlich aufgegangen und blättert so vor sich hin. Noch ganz zart und hellgrün, aber auf das Pesto freue ich mich heute schon!
Ein bißchen hiervon, ein bißchen davon
Ich habe kein System bei der Verteilung von Blumenzwiebeln. Wenn ich die im Herbst in den Garten schleppe, sehen sie alle gleich aus. Hutzelig und braun. Ich stecke sie in die Erde, wo eben Platz ist. Ich habe Gärten gesehen, die vermuten lassen, man könnte das auch bewusst gestalten. Grad heute erst. Eine geblümte Wiese. Immer ein weißer neben einem dunkellila Krokus, allesamt glückliche Pärchen. Kurz dachte ich: Schön. Kurz darauf jedoch: Ey, das ist doch total unrealistisch!
Erste Gartenarbeiten.
Liegen gebliebene Vorjahresgartenarbeiten, das sind im März die ersten. Bei Nachbars eine Leiter borgen, um den im Herbst begonnenen Apfelbaumschnitt mal fertig zu bekommen. Trockene Staudenpflanzen zurückschneiden. Neue Lilien fotografieren. Seit heute reicht die Sonne wieder bis an meine Gartenbank. Ich sitze ein bisschen rum. Das Kind übt unterdessen neue Buchstaben zu schreiben. Alles wie es sein soll.
Lilien
Ich hatte noch nie welche. Jetzt aber!
Bunte Flecken.
Ich freu mich wie doof über jedes bunte Fitzelchen draußen. In den Gärten anderer Leute gibt es schon Lilien und noch Christrosen, schon gelbe Krokusse und frisch gesetzte, todesmutige Hornveilchen. Bei uns kommt die Sonne noch nicht weit genug um’s Haus. Aber bald!
Die anderen sind da.
Nachbars Wiese ist so dicht mit Krokussen, Schneeglöckchen und Winterlingen bestanden, dass ich sie vorsichtshalber nur vom Gartenweg aus ansehe. Das Kind pustet Seifenblasen drauf. Wir haben wieder Lust auf Draußensein.

































































